Fridays for Future

10.03.2019 Uhr

Fridays for Future

Im vergangenen Jahr wurde die Welt auf die 16-jährige Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg aus Schweden aufmerksam. Seit August 2018 geht sie freitags nicht zur Schule, sondern streikt für den Klimaschutz. “Es ist mein Protest dagegen, dass kein Politiker die Klimafrage so ernst nimmt, wie sie ernst genommen werden muss.”

Mit ihr als Vorbild entwickelte sich die sogenannte „Fridays for Future“-Bewegung, durch die StudentInnen und SchülerInnen ihre Besorgnis in Form von Streiks am Freitagvormittag äußern und zeigen, dass sie die bisherige Umweltpolitik so nicht mehr tolerieren wollen. Auch Freiburgs StudentInnen und SchülerInnen haben sich entschlossen an der bis dahin größten „Friday’s for Future“- Aktion teilzunehmen. Mit Hilfe von Sozialen Medien hatte sich die die Nachricht des Streiks am 18.01.2019 schnell verbreitet.

Es bildeten sich Organisationsteams und der Streik wurde auch hier am FG zum Gesprächsthema Nr. 1 in jeder Klasse. Wochenlang haben wir diskutiert und uns informiert, bis es dann am Freitag, den 18.01.2019 soweit war. Gegen 9 Uhr sammelten sich die SchülerInnen und StudentInnen sowie einige Lehrer und Eltern auf dem Platz der Alten Synagoge, wo die Hauptorganisatoren Jesko Treiber, Gefion Göttler und Tariel Leiss bereits warteten und sich über das zahlreiche Kommen freuten.

Darauf folgten emotionale Reden engagierter Klimaaktivistinnen und -aktivisten mit Sätzen wie:

„Wir sind die Jugend und wir müssen morgen ausbügeln was heute verkackt wird!“ (Jara Ahrens)
und
„Lasst uns heute ein Zeichen setzen, lasst uns STOP zu Kohle und zum Klimawandel sagen“ (Jara Ahrens).

Gegen 10 Uhr setzten sich eine mittlerweile aus ca. 3500 jungen Leuten bestehende Menge in Bewegung, Richtung Martinstor. Mehrere Ordner wiesen der friedlich demonstrierenden Menschenmenge den Weg über den Bertoldsbrunnen, wo wieder beeindruckende Reden gehalten wurden, zurück zum Platz der Alten Synagoge. Nicht nur die Plakate, Reden, Musik und Anzahl der Anwesenden beeindruckten sondern auch das starke Gemeinschaftsgefühl und die Harmonie, welche die Demonstration prägten.

Am Ausgangspunkt angekommen, hatte jeder die Möglichkeit am offenen Rednerpult seine Meinung zu äußern und Ideen mit den anderen zu teilen. Aussagen wie: „Wir sind nicht die letzte Generation mit dem Klimawandel, trotzdem sind wir die letzte, die noch etwas ändern kann“ trafen auf besonders viel Zustimmung. In der Presse wurde zwar viel im Vorfeld über den Streik berichtet, der Sinn der Klimademonstration rückte aber leider in den Hintergrund. Es wurden Strafen und Folgen diskutiert, SchulleiterInnen wurden nach ihren Meinungen gefragt und die meist gestellte Frage war: „Dürfen die das denn?“ Es häuften sich Schlagzeilen wie “Wiederholte Absenzen werden nicht toleriert“ und „Blaumachen unter Vorwänden“ im Netz, während keine sachliche Stellungnahme der PolitikerInnen auffindbar war.Welche Relevanz haben diese paar Fehlstunden im Vergleich zum Schutz unserer Zukunft?

Um zu zeigen, dass uns dieses Thema weiter beschäftigt und nicht aufgehört wird zu streiken, bis die erhofften Reaktionen und Maßnahmen eintreten, soll am 15.03.2019 ein weiterer Bildungsstreik zum Klimaschutz stattfinden. Der Streik kann weder von der Schulleitung genehmigt werden, noch können Eltern ihre Kinder entschuldigen. Wer sich aber für mehr Klimaschutz, den Kohleausstieg und eine sicherere Zukunft einsetzen möchte, der sollte mit ein paar Fehlstunden zurechtzukommen. 

Den meisten Schülern sind auch schon die Stellwände im Treppenhaus aufgefallen, die zum Austausch dienen und an denen sich jeder gerne einbringen kann. Es gibt Links in den Klassenchats fast jeder Stufe, die zu einer WhatsApp-Gruppe führen, in die Infos zu den Streiks, zu anderen Projekten und generell zum Klimaschutz gestellt werden. Auch dort sind alle Schüler des FG herzlich willkommen um sich zu engagieren. Des Weiteren sollten wir uns im Klaren darüber sein, dass wir immer bei uns selbst anfangen sollten, an Problemen zu arbeiten. Jeder kann seinen eigenen Teil dazu beitragen, unsere Umwelt zu schützen.

Einige Beispiele sind:

- SchülerInnen müssen nicht jeden Tag mit dem Auto in die Schule gefahren werden. Es gibt Fahrräder und öffentliche Verkehrsmittel mit denen man in einer Stadt wie Freiburg sicher und schnell zur Schule kommt.

- Kurzstreckenflüge sind nicht nur eine Katastrophe für unsere Umwelt sondern meistens auch nicht schneller als z.B. Zugfahrten. Generell sollten Flüge eine Ausnahme im Urlaub und keine Selbstverständlichkeit sein.

- An Euch Schüler: In der Mittagspause hat man genug Zeit, sich „richtiges“ Essen zu besorgen. Chips, Süßigkeiten und Dosengetränke sind weder gesund und halten satt, noch sind sie umweltfreundlich und bringen Mengen an Plastik mit sich.

- Fleisch und Tierprodukte sollten ebenfalls keine Selbstverständlichkeit sein, ihr Konsum  ist das Gegenteil von Klimaschutz und umweltfreundlichem Verhalten

Wir hoffen, dass sich in Zukunft mehr Menschen mit diesen Themen auseinandersetzen. Wer sich noch mehr informieren möchte, kann im Internet z.B. den  Ökologischen-Fußabdruck-Test machen oder die Website von Fridays for Future besuchen.

Marie Kreutel (10A), Paula Drewniok (10A), Laurin Muthesius  (10A)

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