Deutsch digital: Ein Lesetagebuch

06.03.2021 Uhr

Deutsch digital: Ein Lesetagebuch

In einem mehrwöchigen Projekt während des Deutschunterrichts der Klasse 9A erstellten die Schüler*innen digitale Lesetagebücher zur Novelle „Die Judenbuche“ von Annette von Droste-Hülshoff Jede*r Schüler*in produzierte dabei ein eigenes Lesetagebuch, jedoch war die Zusammenarbeit bei einzelnen Produkten erlaubt und erwünscht. Neben der Auseinandersetzung mit der Lektüre und dem Erlernen literaturwissenschaftlicher Methoden stand auch das selbstorganisierte Arbeiten im Mittelpunkt. Herr Schneider berichtet,

 
 

Lesetagebuch digital

Nach einer Einführung in die Novellentheorie und Wiederholungen zur Methode „Lesetagebuch“ erhielten die Schüler*innen eine Liste mit Vorgaben, die durch das Lesetagebuch abgedeckt werden mussten. So sollte eine Lesetagebuch zum Beispiel eine Inhaltsangabe, Figurencharakteristiken und eine Figurenkonstellation enthalten. Die Schüler*innen sollten sich weiterhin in Absprache mit der Lehrkraft auf zwei Vertiefungsthemen festlegen. Eines davon musste dabei einen textimmanenten Aspekt bearbeiten, das andere einen textexternen. Weiterhin sollten sich die Schüler*innen darüber Gedanken machen an welchen Stellen es sinnvoll ist, digitale Medien (die im klassischen Lesetagebuch nicht möglich sind) einzusetzen.

 
 

Videoarbeit: David Faist, 9A

 
 

Projektarbeit in Corona-Zeiten

Das Erstellen solcher Medien war teilweise im Unterricht bearbeitet worden (z.B. Podcast), teilweise wurden sie zuvor aber nicht thematisiert (z.B. Videoeinspielungen). Der für dieses Projekt wichtige Austausch zwischen den Schüler*innen, aber auch zwischen Schüler*innen und Lehrkraft wurde durch den Lockdown etwas erschwert. Durch den Einsatz von Videokonferenzen im Plenum, in Gruppen und in Einzelgesprächen wurde dies teilweise aufgefangen. Neben dem Peer-Feedback und einer Selbstbewertung erfolgte am Ende eine Lehrerbewertung. Das Projekt zählt so viel wie eine Klassenarbeit.


Videoarbeit: Ilaria A., 9A

 
 

Zukunftskompetenzen

Im Rahmen der selbstgesteuerten digitalen Projektarbeit wurden folgende Zukunftskompetenzen gefördert: 

Kreativität: Die Methode „Lesetagebuch“ ist an sich schon auf Kreativität angelegt. Hier wurden die Schüler*innen durch das sinnvolle Einbinden digitaler Medien zusätzlich gefordert.
Kritisches Denken: Besonders im Zusammenhang mit den Vertiefungsthemen war kritisches Denken gefragt: Zum einen mussten eigene Gedanken kritisch hinterfragt werden, zum Anderen zum anderen sollten auch fremde Ideen beispielsweise von Mitschüler*innen oder aus Rechercheergebnissen auf ihre Tauglichkeit hin überprüft werden.
Kommunikation: Durch den Austausch mit Mitschüler*innen und der Lehrkraft wurde literaturwissenschaftliche Fachsprache gefördert. Diese sollte in den eher analytischen Beiträgen des Lesetagebuchs Verwendung finden.
Kollaboration: Durch das Erstellen gemeinsamer Produkte und durch den notwendigen Austausch mit Mitschüler*innen und Lehrkraft nutzten die Schüler*innen die Vorteile gemeinsamen Arbeitens.


Johannes Schneider

 
 

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