Studienfahrt Rom – Sorrent 2012

03.09.2012 Uhr

Die Fahrt selbst ist Bestandteil des Unterrichts, also eine Schulveranstaltung, die an einem außerschulischen Lernort stattfindet.“) - Mit diesem Gedanken und voller Vorfreude auf Referate und Museen stiegen wir, 15 Schülerinnen und Schüler, am Samstag, den 19. Mai, mit Herrn Jäger und Herrn Bamberger ins Flugzeug nach Rom. Auf der Busfahrt zum Hotel bemerkten wir die ersten Unterschiede zu Freiburg: Es gab Palmen am Flughafen und an jeder Ampel winkten uns Autofensterputzer zu. Das Hotel lag sehr nah am zentralen Bahnhof, dem Termini. Dort begegneten wir unserem ersten Autogrill (keinem Grill für Autos, sondern einem für Fleisch und Kartoffeln, d.h. einer großen italienischen Fastfoodkette). Unseren ersten Abend ließen wir mit der Niederlage Bayerns beim Champions League Finale ausklingen.

Trotz einiger Aufstehschwierigkeiten trafen wir uns am Sonntagmorgen um acht Uhr vor dem Hotel, um die Kapitolinischen Museen zu besichtigen. Dort trafen wir auf die Reiterstatue des Mark Aurel, die Wölfin mit Romulus und Remus, Homer und den Dornauszieher. Nach der Besichtigung eines großen Denkmals, der sogenannten Schreibmaschine oder Monumento Vittorio Emanuele II, wurden wir in die wohlverdiente Mittagspause entlassen. Im Anschluss an diese (alle hatten Pizza gegessen), machten wir einen Rundgang durch das Kolosseum und das Forum Romanum. Die Hauptattraktion im Kolosseum war eine Katze, die von allen Touristen fotografiert wurde und das sichtlich genoss. Den Abend verbrachten wir mit der Suche nach dem Trevibrunnen, den wir dank kartenkundiger Klassenkameraden nach einer Stunde mit der U-Bahn und mit viel Glück erreichten.

Am Montag bekamen wir unsere Dosis Heiligkeit: Wir besuchten den Vatikan. In den Vatikanischen Museen, vor denen wir eine Stunde lang im strömenden Regen warteten, lernten wir von unseren zwei erfahrenen Reiseführern auch Dinge, die man den „alten Steinen“ nicht auf den ersten Blick ansehen konnte. So trafen wir zum Beispiel den allerersten Gartenzwerg der Antike. Die Museentour führte uns auch durch die von Touristen überquellende Sixtinische Kapelle mit den berühmten Malereien von Michelangelo. Auch der Petersdom gehörte zu unserem Montagsprogramm. Der prunkvolle Dom beeindruckte unter anderem durch seine mit riesigen Mosaiken verzierte Kuppel. Die 551 Stufen auf die Aussichtsplattform wurden von einer kleinen, tapferen Gruppe erklommen. Der harte Aufstieg wurde mit einem wunderschönen, klaren Ausblick über die Stadt belohnt.

Das straffe kulturelle Programm (Ara Pacis; Forum Boarium; Pantheon, wo es unentwegt durch die Kuppel regnete; Circus Maximus) wurde durch Straßenverkäufer mit Rosen, Sonnenbrillen und Schirmen (je nach Wetter) aufgelockert. Manche nahmen die günstigen Angebote der kompetenten Verkäufer an und waren von der Qualität (Haltbarkeit zum Teil über einen Tag) begeistert. Die nächtlichen Ausflüge nahmen uns dank dem strömenden Dauerregen (italienischer Mai?) das Duschen ab.

Mit einem gemieteten Bus fuhren wir am regenfreien (!) Mittwoch nach Tivoli. Dort bewunderten wir die kunstvollen Gärten und Wasserspiele der gut erhaltenen Villa d'Este. Danach fuhren wir zur viel größeren, älteren und dadurch verwitterten Villa Adriana, die nur noch aus ein paar Ruinen auf einem riesigen Gelände bestand. Wir hatten 2 Stunden Zeit, um nach einer ersten gemeinsamen Erkundungstour alleine auf dem Gelände Touristen zu erschrecken, Schildkröten und „Pflanzen“ zu beobachten und einen Nachwuchsrapper zu treffen, der hoffentlich bald sein erstes Album herausbringen wird. Müde, aber glücklich beendeten wir unseren letzten Tag in Rom mit einem äußerst interessanten Stadtrundgang aus einem englischen Reiseführer und fanden sogar ohne Lehrer wieder zum Hotel zurück.

Am Donnerstag fuhren wir über Neapel nach Sorrent, unserem zweiten großen Reiseziel. Unser schöner Campingplatz (mit Pool!) lag direkt am Golf von Neapel und an der Fußgängerzone des Städtchens, die wir nach den zwei Tagen in- und auswendig kannten.

Von Sorrent aus nahmen wir am nächsten Tag den Zug nach Pompeji und hielten uns den Tag über dort auf. Die Vorfreude auf noch mehr alte Steine war für den genauen Beobachter deutlich zu sehen. Das große Gelände bot durch guterhaltene Häuser und Menschen einen realen Einblick in das Leben vor dem Vesuvausbruch und beeindruckte sogar unmotiviertere Gruppenmitglieder. Gestärkt durch ein Mittagessen beim Autogrill, der mitten auf dem Ausgrabungsgelände stand, beendeten wir unsere Besichtigung der Stadt.

Den letzten Tag unserer Studienfahrt verbrachten wir bei traumhaftem Wetter auf Capri, einer kleinen Insel im Golf von Neapel. Dort hatten wir nicht genug Zeit, von Ana Capri aus den Monte Solaro zu Fuß zu besteigen, deshalb mussten wir „leider“ die Seilbahn nehmen: Von oben hatten wir einen wunderbaren Ausblick auf das Meer und die Insel. Erschöpft kehrten wir mit der Fähre zurück nach Sorrent.

Am frühen Sonntagmorgen lauschten wir am Flughafen im Halbschlaf dem letzten Referat und kamen zwei Stunden später schon wieder in Basel an.

Wir möchten uns noch einmal ganz herzlich bei Herrn Bamberger und Herrn Jäger für eine gut organisierte und schöne Studienfahrt bedanken, bei der wir unvergessliche Eindrücke gewannen und als Gruppe sehr viel Spaß hatten.

Bericht von Tabea Gumbert und Eva Meißner

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