GFS

Eine Gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen (kurz GFS) ist eine Art der Leistungsbeurteilung im Schulsystem von Baden-Württemberg. Dabei sollen die Schüler selbstständig ein Thema erarbeiten und ihre Ergebnisse in Form einer Präsentation und/oder schriftlichen Ausarbeitung darstellen.

Jeder Schüler ist zu folgender Anzahl von GFS verpflichtet:

  • in Klasse 7–10 mindestens eine GFS pro Schuljahr
  • in der Kursstufe des Gymnasiums drei GFS in beiden Schuljahren zusammen
  • In der gymnasialen Oberstufe kann freiwillig eine vierte GFS abgelegt werden.

Die Gewichtung einer GFS entspricht der einer Klausur und wird zum schriftlichen Teil der Gesamtnote gezählt.

I. Stoffsammlung

  1. Grenze dein Thema sorgfältig ein! Wonach ist gefragt? Wo liegt der Schwerpunkt? Welche Themen sind gegebenenfalls Unterthemen zu deinem Thema?
  2. Kläre, unter welcher Fragestellung du dein Referat (GFS) halten willst! Willst du eine Frage beantworten oder eine These zu dem Thema formulieren? Denke daran, dass du zum Schluss der Präsentation auf die Fragestellung oder die These zurückkommen musst!
  3. Arbeite, soweit vorhanden, zunächst mit dem ausgegebenen Material, ziehe für deine Stoffsammlung dann zunächst die leichter zugänglichen und handhabbaren Quellen hinzu (Schulbücher, Lexika), erst bei Bedarf benutze auch spezielle Sachbücher zum Thema!
  4. Im Internet findest du eine Unmenge an Informationen. Für die Erstellung eines Hintergrundes sind diese Informationen eher weniger geeignet. Erst vor einem gewissen „Background“ an Informationen solltest du dich für speziellere Fragen an das Internet wenden.
  5. Überprüfe dabei immer wieder, ob das gefundene Material auch wirklich zu deiner Fragestellung passt und ob die gefundene Menge des Materials in einem angemessenen Verhältnis zum Thema steht!
  6. Halte alle Ergebnisse und Zwischenergebnisse, z.B. auch Seitenzahlen, Stichwörter u.ä. immer schriftlich auf einem Arbeitsblatt fest!

II. Ausarbeitung

  1. Gliedere den Stoff in einer sinnvollen Reihenfolge: Einleitung (Themenbeschreibung, Leitfrage), Hauptteil (anschauliche Darstellung, Argumentation) und Schluss (Zusammenfassung, Ergebnisse, u.U. persönliche Stellungnahme und Ausblick) und achte auf die logische Verknüpfung der einzelnen Schritte!
  2. Den Vortragstext solltest du nicht ausformulieren, sondern in Stichworten notieren (Karteikarten) und dabei wichtige Daten oder Namen markieren!
  3. Wie willst du deinen Vortrag visualisieren (Tafel, Folie, Plakat, Power-Point etc)? Wähle dir ein Medium (oder auch mehrere), das dem Thema angemessen ist und das du sicher beherrschst!
  4. Wähle aus der gefundenen Stofffülle aus. Bestimme die wichtigen Punkte, die du deinen Hörern vermitteln willst!
  5. Die Beschriftung von Tafel, Folie, Plakat o.ä sollte knapp und gut lesbar sein („plakativ“) und immer der Unterstützung des Vortrags dienen.
  6. Überlege, ob es sinnvoll ist, die Ergebnisse als schriftliche Zusammenfassung nach dem Vortrag auszuteilen.
  7. Achte darauf, dass du deine GFS in der mit dem Lehrer vereinbarten Zeit halten kannst.
  8. Nach Möglichkeit halte dein Referat einmal zur Probe vor Freunden!

III. Vortrag

  1. Überprüfe vor Beginn des Vortrags, ob die technischen Bedingungen in Ordnung sind (saubere Tafel, Kreide, funktionsfähiger OHP, Computer etc.).
  2. Zur Orientierung für dich und deine Zuhörer mache deine Gliederung als roten Faden deines Vortrags immer wieder deutlich!
  3. Bemühe dich um eine laute und deutliche Sprache und vergiss sinnvolle Sprechpausen nicht! Die Stimme soll lebendig klingen.
  4. Wichtig am Overhead: Einzelheiten werden mit einem Stift auf der Folie gezeigt, das Gesicht bleibt also immer dem Publikum zugewandt!
  5. Versuche, klar und verständlich zu formulieren! Achte auf die logischen Verknüpfungen zwischen den Sätzen und Abschnitten! (Niemals: „und dann…“!!)
  6. Zeige nur das Material, das du gerade besprichst, z.B. decke eine Folie erst im Verlauf des Vortrags auf!
  7. Alles Material, das du vorführst, solltest du auch genau auswerten (Bilder, Statistiken etc.). Lass dabei den Zuhörern Zeit, sich in das Material einzudenken!
  8. Achte auf deine Körpersprache: Blickkontakt, ruhige, lockere Haltung, statt die Hände in die Hosentaschen zu stecken, nimm einen Stift oder ähnliches in die Hand!
  9. Versuche, deine Zuhörer in den Vortrag einzubeziehen, etwa durch Zwischenfragen!
  10. Soweit möglich stelle Bezüge her zum Unterricht bzw. zu verwandten Themen!
  11. Nimm am Ende des Vortrags ausdrücklich noch einmal Bezug auf die Ausgangsfrage deines Referates: Dies schafft für den Zuhörer einen Bogen und rundet den Vortrag ab.
  12. Gib am Ende des Vortrags Gelegenheit zu Verständnisfragen und zu einer differenzierten Rückmeldung!

IV. Hinweise zur Bewertung

Inhaltlich-fachlicher Lernbereich

  • Sind die Ausführungen und Erläuterungen inhaltlich korrekt?
  • Wurde das Thema in vollem Umfang und in seiner Tragweite erfasst?
  • Gibt es aktuelle Anknüpfungspunkte, Beispiele oder öffentliche Diskussionen zum Gegenstand?
  • Ist der Vortrag oder der Text gut formuliert und auch richtig geschrieben?
  • Werden die korrekten Fachbegriffe verwendet? Werden diese – sofern nicht allgemeinverständlich – erklärt?
  • Sind die Ausführungen in Grammatik und Rechtschreibung korrekt?
  • Ist die Sprache für den Gegenstand und auch das Publikum (→ Klasse/Lehrer) angemessen?
  • Werden die richtigen Fachbegriffe verwendet und gegebenenfalls erklärt?
  • Wurden alle Bezugsquellen vollständig und korrekt angeführt?
  • Sind die verwendeten Quellen tatsächlich verlässlich?
  • Methodisch-strategischer Lernbereich
  • Folgen die Ausführungen einer logischen Reihenfolge?
  • Ist die Gedankenführung zusammenhängend oder finden sich etwa Sprünge darin?
  • Werden die wichtigsten Aspekte und Zusammenhänge deutlich herausgestellt?
  • Kann das eine oder andere herausgestrichen oder gekürzt werden?
  • Weckt die Aufbereitung das Interesse der Zuhörer, Zuschauer oder des Lesers?
  • Ist die verwendete Sprache nicht nur korrekt, sondern auch geschickt gewählt?
  • Ist der mündliche Vortrag auch in der letzten Reihe noch gut verständlich?
  • Stimmt die Sprechgeschwindigkeit oder wird sie gar variiert?
  • Finden sich Pausen, die Zeit geben, damit sich das Gesagte auch setzen kann?
  • Eignen sich die eingesetzten Texte und Abbildungen, um das Thema gut zu veranschaulichen?
  • Genügt ein einfach kopiertes Arbeitsblatt oder benötigt man Farbdarstellungen via Folie oder gar Beamer?
  • Werden die Medien auch praktisch gut eingesetzt?

Kommunikation

  • Wird das Thema zuhörergerecht präsentiert?
  • Werden Fragen angemessen und zielgerichtet beantwortet?
  • Sind Auftreten und Körpersprache angemessen?
  • „Fachpraktische Arbeit/Experiment/Sonstige“
  • Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung des Experimentes

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