AG Bühnenbild


Blick hinter die Kulissen: Die AG Bühnenbild unter der Leitung von Maria Dorwarth erarbeitet alljährlich hinreißendes in den FG-Kunsträumen… Sehen Sie selbst!

Ein Beitrag von Alexandra Knapheide und Emma Weygoldt.
| FG.TV 2014-2015 |

 

Die AG Bühnenbild unter der Leitung von Maria Dorwarth trifft sich immer Mittwochs von 14 – 17.00 Uhr in den Kunsträumen.




STICHWORT: AG BÜHNENBILD.

Ein Beitrag von Daniel Kazahnov.
| FG.TV 2016-2017 |

 

Inszenierung WÖRTERWELTEN 2014

Ein Bühnenbild auszudenken, das Stücke ausstaffiert, deren Medium und Inhalt die Sprache , Begriffe, Worte, die Welt der Worte, Wörterwelten sind. Theatertücke, die nicht die normalen Publikums-Erwartungen erfüllen spannende, in logischer Abfolge der Szenen unterhaltende Bühnenhandlungen zu erzählen, sondern die ganz anders daher kommen. Die Bühnenautoren Franz Hohler sowie Jean Tardieu arbeiten mit Sequenzen, kurzen Szenen, Alogismen, Widersprüchlichkeiten, Andeutungen und Assoziationen, die die Vorstellungen des Publikums nicht mit Äußerlichkeiten bedienen. Sie wollen keine eindeutige Aussage machen, sondern einen ganzen Fächer von Auslegungen und Deutungen zulassen.

 

Gerade diese Deutungs-Offenheit und Indifferenz gibt viel Aufschluss über unsere gesellschaftlichen Attitüden und machen den Witz und das letztlich sogar Komödiantische dieser Art von Theater aus. Eine Methode sich künstlerisch auszudrücken, die Literaten und Künstler des Surrealismus in der 20-er Jahren erfanden und deren Grundsätze von den Autoren des absurden Theaters für das Theater aufgegriffen wurden. Die Menschen, hier die Agierenden auf der Bühne brauchen und gebrauchen Sprache, um sich mitzuteilen, etwas zu sagen. Das geschieht in Sätzen, die aus Worten bestehen, die Worte setzen sich aus Buchstaben zusammen. Phonetisch wird der Buchstabe zu einem Laut, das Wort wird ein Klang und der Satz eine Melodie. Die Bedeutung der Laute, der Klänge und der Melodien sind Vereinbarungen, die sich innerhalb eines Sprachraumes entwickelt haben und verbindlich festgelegt wurden. Hierzulande weiß also beispielsweise jeder, was „Tisch“ bedeutet und wozu er gebraucht wird. Diese Überlegung wollten wir in unser Bühnenbild übertragen. Es gibt kein naturalistisches Szenenbild, keine Requisiten, keine Illusionen Die Vorstellungen sollen im Kopf entstehen und eben nur durch Buchstaben, die in bestimmter Reihenfolge Worte bilden können, hervorgerufen werden. Das Bühnenbild besteht in unserem Fall aus Großen Stoffbahnen, die von oben heruntergelassen, Gegenstände mittels Buchstaben-Worten assoziieren. Wie der Buchstabe phonetisch ein Laut ist, so ist er visuell ein Zeichen, das graphisch dargestellt wird. Die Buchstabenreihe, das Wort können wir mittels der Konventionen lesen und sofort in einen gesprochenen Klang und in eine Vorstellung umsetzen. Diese Zeichen /Buchstaben kann man sehr unterschiedlich gestalten. Form, Farbe, Verlauf beeinflussen oder kanalisieren bestimmte Vorstellungen. Buchstaben-Zeichen sind abgesehen von ihrer Bedeutung auch abtrakt-ästhetische Gebilde und geben eine hervorragende Vorlage für phantasievolle Variationen. So kann man das gesamte Bühnenbild, das sich aus allen den textilen Wortbahnen ergibt, auch ohne das Verständnis der Wortbedeutungen (die hier ja nur für den deutschen Sprachbereich gelten) genießen.

Leitung

  • Mittwoch, 4. Std.

    AG Bühnenbild

    Dor
    Frau
    Dorwarth

Termine

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