Übergabe der Ukraine-Spenden ans S'Einlädele

26.06.2022 Uhr

Übergabe der Ukraine-Spenden ans S'Einlädele

Mitte Juni 2022 übergaben unsere Schülersprecher Arthur Yi (KS2) und Philipp Wiest (KS2) gemeinsam mit den OrganisatorInnen des Benefizkonzertes Silas Viehöfer (KS2) und Josefine Rump (KS2) unsere am FG gesammelten Spenden ans Freiburger S'Einlädele. Schulreporterin Josefine Rump berichtet.

Drei Monate nach Kriegsbeginn hat der Konflikt in der Ukraine noch immer kein Ende gefunden, humanitäre Hilfe und Spendengelder sind wichtiger denn je.

Neben zahlreichen gepackten Päckchen hat unsere Schülerschaft im Rahmen des Benefizkonzertes Ende März diesen Jahres insgesamt 3000€ gesammelt. Diese große Summe wurde nun in einer SMV-Sitzung an das S’Einlädele übergeben. Volker Höhlein, Geschäftsführer der sozial-diakonischen Hilfsorganisation, die ursprünglich vor 30 Jahren einmal als Café, Secondhandladen und Antiquariat mit gemeinnützigem Zweck gegründet worden war und immer wieder auch vom FG unterstützt wurde, ist selbst bereits über 35 Mal in die Ukraine gereist, um vor Ort zu helfen. Am Freitagmittag war er zur Übergabe der Spenden bei uns zu Besuch und berichtete von seiner Arbeit und der vielseitigen Hilfe für die Menschen in der Ukraine.

Volker Höhlein - Geschäftsführer S´Einlädele
Volker Höhlein - Geschäftsführer S´Einlädele

„In den vergangenen 30 Jahren sind verschiedene Vorgänge der Hilfe entstanden und das ist auch der Grund, weshalb wir jetzt so schnell auf diesen Krieg reagieren konnten, es ist eine gewisse Struktur reingekommen. Wir konnten und können wirklich helfen, weil wir viele Kontakte schon hatten und haben. Verschiedene Kinderhäuser wurden gebaut, Einrichtungen für Senioren errichtet und seit ca. 28 Jahren einmal im Monat ein großer 40-Tonner-LKW mit Hilfsgütern in die Ukraine gebracht. Als der Krieg dann am 24. Februar ausgebrochen ist, sind zwei Dinge passiert: Zum einen hat ein Kinderheim in der Nähe von Kiew, das sog. „Vaterhaus“, das wir mit aufgebaut haben, sehr schnell beschlossen „Wir müssen weg aus Kiew“, weil es in einem Dreieck zwischen drei Flughäfen steht, die bombardiert wurden. Am Donnerstagabend um 22.30 Uhr kam dann die Nachricht des Leiters Dr. Roman Kornijko, sie hätten Busse gefunden und würden jetzt mit 200 Menschen aus Kiew aufbrechen.

Volker Höhlein - Geschäftsführer S´Einlädele

Zum anderen galt es, die vielen Spenden, die wir erhalten haben, möglichst schnell zu sortieren, zu koordinieren und zu verteilen. Viele, viele Schulen, unter anderem ja auch ihr, haben Päckchen gepackt mit Lebensmitteln, Kleidung und Hygieneprodukten, das war schon erstaunlich – die ersten vier bis fünf LKW‘s konnten wir ausschließlich mit diesen Spenden bepacken.

Ein Umzugsunternehmen hat uns dann spontan zwei Container hingestellt, es hat sich eine Gruppe Helfer gefunden und eine gewisse Struktur gebildet, sodass die Leute an sechs Tagen in der Woche bei uns ihre Spenden abgeben konnten.
Die vollen LKW’s wurden anschließend von ukrainischen Fahrern bis ins Kriegssgebiet gefahren, bis in den Osten nach Lugansk, Mariupol, Charkiw. Sie trauen sich im Gegensatz zu deutschen Fahrern dorthin, sie tun es für ihre Landsleute und fürchten sich nicht.
Wir hoffen jetzt vor den großen Sommerferien noch einmal eine große Menge an Päckchen zu sammeln, um die Menschen in der Ukraine durch unsere Hilfstransporte weiter unterstützen zu können.
Euch allen in diesem Zuge von Herzen vielen, vielen Dank für eure Mithilfe und Anteilnahme.“

Volker Höhlein - Geschäftsführer S´Einlädele

Zwischenfrage unseres Schülersprecher Arthur Yi (KS2):

Woher ziehen Sie ihre Kraft und Motivation, weiter zu machen, wenn man doch immer schlechtere, zermürbende Nachrichten erhält?

"Da gibt es drei Dinge: Zum einen bin ich selber ein sehr gläubiger Mensch, ich glaube an Jesus, an Gott, und das ist etwas, was mich sehr motiviert. Zum anderen sind wir eine Organisation, die auf eben dieser Grundlage aufbaut und hilft. Außerdem – und das hat uns in dieser Situation sehr beflügelt – war es so, dass zwar in der Ukraine Bomben gefallen sind, aber indem die 200 Kinder aus Kiew hierhergekommen sind und groß darüber berichtet wurde, ist hier eine Art Hoffnungsfeuerwerk entzündet worden, nach dem Motto „Wir können und wollen etwas machen und ein Bollwerk gegen das Böse sein“. Diese Dynamik schenkt unglaublich viel Kraft und Zuversicht."

 
 

Galerie zur Spendenübergabe der FG-Ukrainehilfe (Josefine Rump, KS2)

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